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Donnerstag

Ich sitze dort, wo ich immer sitze, wenn ich mal wieder mit Vorwürfen begrüßt werde. Wie ich es liebe. Erst liege ich noch in meinem Bett und höre ein wenig Musik, um zu verdrängen, wie ich mich wirklich fühle und dann kommt Mama. Sie fängt an zu reden und erst höre ich gar nicht richtig zu, ich versuche ihr zu zeigen, dass ich nicht reden will, aber sie bleibt hartnäckig und ich hasse das, offengestanden. Ich wollte eigentlich immer jemanden, der um mich kämpft, nein. Ich meine jemand, der mir zeigt, dass ich etwas wert bin. Dass ich eine Veränderung wert bin. Aber dadurch wird man nur falsch verstanden. Sie bleibt ruhig, fängt nicht an zu schreien, wie sie es sonst immer tut. Ich versuche ihr nicht in die Augen zu sehen, ich weiß, dass ich verlieren würde, wenn ich das tun würde. Sie redet immer weiter. Ich weißt gar nicht mehr womit sie angefangen hat, was der Grund für das Gespräch war, bis auf einmal wieder alles hochkommt. Ich fange an zu weinen und versuche die Tränen runterzuschlucken, aber wie immer siegt die schwächere Seite in mir und wäre ich in diesem Moment allein gewesen, hätte ich mich bestimmt dafür bestraft. Ich versuche momentan alles um nicht schwach zu sein. Ich rede nicht. Ich schreibe viel, damit ich es verarbeiten kann, aber ich darf keine Schwäche zeigen, das wäre fatal. Ich darf niemanden an mich ranlassen, bis ich die Antwort weiß. Es tut einfach zu sehr weh enttäuscht zu werden, deshalb darf ich keine Risiken eingehen, denn momentan fällt mir niemand ein, der mir diese Risiken wert wäre, dafür geht es mir viel zu schlecht. 

Kommentare:

Ethan Fletcher hat gesagt…

Ich denk an Dich!

marina. hat gesagt…

die einzige person, die dir zeigen kann, dass du etwas wert bist, bist du. nur du kannst dein eigenes glück lenken. jeder ist für sich verantwortlich.